Anlegeleiter für den privaten und industriellen Gebrauch

Eine Anlegeleiter hat einen entscheidenden Vorteil: Sie müssen nichts ausklappen oder hochschieben. Die Anlegeleiter kann – wie der Name schon sagt – einfach angelegt werden. Sie verfügt nur über zwei Holme und ein paar Stufen. Aus diesem Grund ist diese Leiter besonders platzsparend und entsprechend leichter.

Aufstellen einer Anlegeleiter

Beim Aufstellen einer Anlegeleiter gibt es einige Dinge zu beachten. Wenn Sie die Leiter einfach irgendwie an die Wand lehnen, riskieren Sie einen Unfall. Die Leiter kann außerdem wegrutschen, wenn die Füße zu weit von der Wand entfernt sind. Wenn Sie die Füße aber zu nah an die Wand stellen, dann besteht Gefahr, dass die Leiter nach hinten hin umkippt. Sie müssen Ihre Leiter also in einem bestimmten Winkel aufstellen. Der liegt zwischen 65 und 75°.

So können Sie den Anstellwinkel prüfen

Um zu überprüfen, ob der Anstellwinkel stimmt, müssen Sie Folgendes tun: Stellen Sie sich neben die Anlegeleiter und drehen Sie sich so, dass die Seite Ihres Gesichts zur Leiter zeigt. Ihr linker oder rechter Fuß berührt dabei den Fuß der Leiter. Nun müssen Sie nur noch Ihren Oberarm anheben, sodass er waagerecht zum Boden verläuft. Ihr Unterarm soll nach oben zeigen und im rechten Winkel zum Unterarm stehen. Wenn die Spitze Ihres Ellenbogens jetzt die Leiter berührt, steht diese richtig. Noch einfacher geht es mit einer Leiter mit integriertem Neigungswinkelanzeiger.

Anlegeleitern in verschiedenen Größen

Anlegeleitern gibt es in verschiedenen Größen.  Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sprossen. Ein Modell mit nur sechs Sprossen hat beispielsweise eine Arbeitshöhe von rund zwei Metern. Bei 16 Sprossen beträgt die Arbeitshöhe schon fünf Meter. Damit ist übrigens nicht die Höhe der Leiter selbst gemeint. Die Arbeitshöhe beschreibt die Standhöhe plus 150 cm. Es ist also die maximale Höhe, in der Sie noch bequem mit Werkzeug arbeiten können.

Materialien

Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen gibt es vor allem hinsichtlich des Materials. Aluminium hat sich für Anlegeleitern als ein extrem belastbares und handliches Material erwiesen. Selbst die Witterung kann Aluminium nichts anhaben, weshalb es für den Außeneinsatz optimal geeignet ist.

Vorteilhaft sind außerdem das geringe Eigengewicht und die leichte Reinigung von Aluminium. Alternativ dazu werden Anlegeleitern auch aus Holz angeboten. Dieser Klassiker ist vor allem in Innenräumen beliebt und aufgrund des natürlichen Rohstoffs ökologisch wertvoll. Die massive Verarbeitung sorgt für ausreichend Sicherheit und eine lange Lebensdauer.

Sicherheit beim Arbeiten

Damit selbst bei hohe Anforderungen im täglichen Arbeitseinsatz die Sicherheit an erster Stelle steht, bietet eine Anlegeleiter viele Vorteile. Sie ist häufig mit gummierten Leiterschuhen ausgestattet, die für festen Stand sorgen. Eine extrem stabile Holm-Sprossen-Verbindung macht sie auch bei hoher Gewichtsbelastung sicher und erhöht das Eigengewicht kaum merklich.

Für einen festen Stand auf den Sprossen sorgen zwei verschiedene Bauweisen: die Dreieckssprossen und Vierkantsprossen. Beide sind in der Regel waagerecht angebracht, um Ermüdungen bei längerem Arbeitseinsatz auf der Leiter zu vermeiden. Damit auch bei Feuchtigkeit oder Nässe ein sicheres Besteigen der Anlegeleiter möglich ist, werden profilierte Sprossen eingesetzt. Durch das Profil der Sohle bei Arbeitsschuhen entsteht eine natürliche Haftung an den Sprossen.

Was macht eine gute Anlegeleiter aus?

Neben dem Material gibt es zwei weitere wichtige Merkmale, die Sie beim Kauf einer Anlegeleiter im Kopf haben sollten. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Arbeitshöhe. In der Regel kommen Anlegeleitern mit einer Arbeitshöhe von sechs bis acht Metern. Darüber liegende Höhen werden eher seltener im privaten Haushalt, sondern im industriellen Bereich eingesetzt.

Das zweite wichtige Merkmal ist das Gewicht. Je höher eine Leiter ist, desto mehr Stufen wird sie haben und demzufolge auch ein entsprechend höheres Gewicht aufweisen. Dieses liegt bei einer Arbeitshöhe von circa sieben Metern üblich bei acht bis 15 kg. Damit aber das Arbeiten auf einer solchen Leiter zum gewünschten Ergebnis führt, sind die Sicherheitsmerkmale der entscheidende Faktor.

Wenn Sie eine qualitativ hochwertige Leiter kaufen möchten, so lässt sich die Qualität auch zu einem gewissen Maß von ihrer Tragefähigkeit ableiten. Demnach sollte eine gute Leiter aus Aluminium ein Gewicht von 150 kg tragen können.

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