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Kamin einbauen – das gilt es zu beachten

Wenn Du einen Kamin einbauen willst, profitierst Du von der schönen Wärme und der tollen Atmosphäre. Doch Du musst einige Dinge beachten, wenn Du Dich für einen solchen Kamin entscheidest. Mehr darüber erfährst Du in diesem Artikel.

Ein Kamin – was ist das eigentlich?

Im Grunde genommen darfst Du einen Kamin nicht mit einem Ofen oder Kaminofen verwechseln, auch wenn viele die Begriffe als Synonyme verwenden.

Unter dem klassischen Kamin versteht man ein Konstrukt, das oftmals mit Steinen gebaut wird. Die Optik ist auch genau das, was Kamine so beliebt macht. Sie werten jeden Raum auf und verleihen ihm eine besondere Atmosphäre. Jedoch musst Du immer bedenken, dass Du mit einem Kamin nicht so effektiv heizen kannst. Da ein Kamin ein offenes Konstrukt ist, entweicht die Wärme schneller. So profitierst Du nur von der Wärme, wenn Du quasi direkt davorsitzt. Schön sieht der Kamin trotzdem aus!

Das passiert vor dem Bau

Du kannst natürlich nicht einfach damit loslegen, einen Kamin einzubauen, denn Du hast wahrscheinlich wenig Ahnung vom Kaminbau. Und selbst wenn Du das nötige Wissen hättest – jedes Haus ist anders.

An erster Stelle steht also die Planung Deines Kamins. Du musst Dich zuerst an einen Schornsteinfeger wenden, der Dein Haus inspiziert. Im ersten Schritt wird er wahrscheinlich nach Deinem Schornstein im Haus sehen und damit sicherstellen, ob das Einbauen eines Kamins überhaupt infrage kommt. Es kann auch sein, dass der Schornstein schon benutzt wird und dementsprechend kein Kamin eingebaut werden kann.

Sind diese Dinge geklärt, wird der Schornsteinfeger einen genaueren Blick auf den Ort, an dem Du den Kamin stellen möchtest, werfen. Das heißt, er hält Ausschau nach Gegenständen, die potenziell Feuer fangen könnten, falls es mal brennen sollte. Der Boden Deines Raumes spielt ebenso eine Rolle, denn dieser muss belastbar sein und den Kamin tragen können. Zudem ist es wichtig, dass die Kamin-Luft abgesaugt werden kann, weswegen eine Dunstabzugshaube oder eine ähnliche Anlage essenziell ist.

Auch spielt die Verbrennungsluft eine Rolle, wobei Deinem Kamin von oben quasi Luft zugeführt wird. Diese Luft ist wichtig, damit der Kamin einwandfrei funktionieren kann. Bekommt er nicht genug Luft, kannst Du keinen Kamin einbauen. Genauso wird überprüft, wo Du den Brennstoff, also beispielsweise das Holz, lagern möchtest.

So sieht die rechtliche Lage aus

Mit dem Bundesimmissionsschutzgesetz, das 2010 eingeführt worden ist, gibt es strenge Regelungen, was den Kaminbau angeht. Auch wenn Dein Schornsteinfeger überprüfen wird, ob die Regelungen eingehalten werden, hast Du hier noch einmal einen Überblick über das Wichtigste.

Je nachdem, in welchem Bundesland Du wohnst, gibt es andere Regelungen. Trotz dessen musst Du Dir immer von einem Schornsteinfeger eine sogenannte Abnahmebescheinigung ausstellen lassen. Damit wird bestätigt, dass der Einbau vollzogen werden kann.

Essenziell ist auch, dass die Abgase, die beim Verbrennen entstehen, entweichen können. Deswegen darf Dein Schornstein im Querschnitt nicht mehr als 20 % Deiner Rauchröhre entsprechen. So wird ein optimales Entweichen sichergestellt und Du brauchst Dir keine Gedanken um die Abgase zu machen. Du musst eine solche Röhre unbedingt immer von einem Fachmann anschließen lassen, denn es gibt einige Dinge zu beachten.

Ebenso ist der Sicherheitsabstand fest geregelt. Du musst etwa 100 cm Abstand zwischen dem Kamin und Deinen Möbeln oder anderen Gegenständen einhalten. So minimierst Du die Brandgefahr ungemein.

Du kannst Deinen Kamin auch nicht einfach so auf den Boden stellen. Es ist eine spezielle Feuerschutz-Bodenplatte nötig. Diese Platte sollte auch bis 50 cm vor den Kamin reichen, um eventuelle Brände zu verhindern. Was die Höhe angeht, sind 30 cm vorgeschrieben. Lediglich an den Seiten sind es nur 20 cm.

Wie viel kostet ein Kamin?

Es lässt sich nie genau sagen, wie viel Geld Du in einen Kamin investieren musst. Der Grund hierfür ist, dass es viele Dinge zu beachten gibt, um letztendlich auf eine Endsumme kommen zu können.

An sich kostet der Einbau eines Kamins höchstens 2.000 €. Das Problem und auch das, was die Kosten in die Höhe schießen lassen kann, ist die Verkleidung. Je nachdem, wie groß Dein Kamin sein soll und welche Steine Du gerne hättest, variieren die Kosten immens. Auch die Größe und weitere Ausstattungsmerkmale beeinflussen den Preis stark. Manchmal kann es sogar sein, dass Du einen neuen Schornstein bauen musst. Lass Dich hierbei am besten immer vom Fachmann beraten.

Es gibt einiges zu beachten

Auch wenn das Einbauen eines Kamins auf den ersten Blick sehr langwierig erscheint, muss es das nicht. Du solltest Dich immer an einen Schornsteinfeger wenden und die wichtigsten Schritte besprechen. Ihr findet bestimmt eine Lösung, die ganzen Vorschriften umzusetzen und Dir den Traum vom Kamin zu erfüllen!

FAQ – Kamin einbauen

Kamin einbauen – aber was ist ein Kamin?

Ein Kamin ist ein offenes Konstrukt aus Steinen, das zum Heizen verwendet wird. Meist es jedoch der Fall, dass ein Kamin nicht zum Heizen von größeren Räumen oder Häusern verwendet werden kann. Die Wärme entweicht nämlich schnell.

Kamin einbauen – welche Dinge gibt es zu beachten?

Du musst den Sicherheitsabstand, den Boden, die Abgase und den generellen Ort, wo der Kamin stehen soll, beachten.

Kamin einbauen – wie viel kostet ein Kamin?

Die Kosten für einen Kamin variieren stark. Der Einbau alleine kann bereits an die 2.000 € kosten.

Quellen

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