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Bewegungsmelder anschließen: einfach erklärt

Einen Bewegungsmelder im oder um das Haus herum zu haben, ist praktisch. Man hat Licht im Dunkeln und kann diese Geräte so gut wie überall installieren – ob in der Garage, auf dem eigenen Hof, im Haus oder an anderen Plätzen. Doch dafür muss man ihn erst einmal angeschlossen haben. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema „Bewegungsmelder anschließen“ haben wir im Folgenden für Dich aufgeführt.

Bewegungsmelder und ihre Arten

Ein Bewegungsmelder ist ein Sensor, der Bewegungen erkennt und darauf reagiert. In vielen Haushalten werden Bewegungsmelder verwendet, um das Licht einzuschalten, wenn jemand den Raum betritt, oder um Alarm zu geben, wenn jemand unerwartet eindringt.

Sie werden in zwei Hauptkategorien unterteilt: optische und nicht-optische Bewegungsmelder.

Optische Bewegungsmelder nutzen einen Lichtstrahl, um Bewegung zu erkennen. Dieser kann entweder durchgehend oder unterbrochen sein. Die meisten optischen Bewegungsmelder verwenden einen Infrarot-Lichtstrahl. Wenn sich etwas im Erfassungsbereich des Melders bewegt, unterbricht der Lichtstrahl die Fotodiode oder Phototransistor, die am anderen Ende des Melders angebracht ist. Dies wird als „Aktivierung“ des Bewegungsmelders bezeichnet.

Nicht-optische Bewegungsmelder verwenden andere Methoden, um Bewegung zu erkennen. Einige der häufigsten Typen sind Mikrowellen-Bewegungsmelder, Ultraschall-Bewegungsmelder und PIR-Bewegungsmelder:

  • Mikrowellen-Bewegungsmelder senden Mikrowellen-Impulse aus und erfassen, wenn sich etwas im Erfassungsbereich bewegt. Diese Impulse werden dann von einem Empfänger erfasst, der die Bewegung registriert.
  • Ultraschall-Bewegungsmelder senden Ultraschall-Wellen aus und erfassen, wenn sich etwas im Erfassungsbereich bewegt. Diese Wellen werden durch einen Empfänger registriert, der die Bewegung registriert.
  • PIR-Bewegungsmelder sind die gängigsten Bewegungsmelder. Sie verwenden eine Kombination aus Infrarot- und Mikrowellen-Technologien, um Bewegung zu erkennen. PIR-Bewegungsmelder sind in der Regel sehr zuverlässig und können auch in dunklen Bereichen eingesetzt werden.

Bewegungsmelder anschließen: Was Du beachten musst

Hast Du einen Unterputz- oder einen Aufputz-Bewegungsmelder? Ein Unterputz-Bewegungsmelder ist die Variante, die in die Decke eingebaut wird, das heißt, diejenige, die „unter den Putz“ kommt. Am besten nutzt Du als Hilfestellung eine Leiter. Eine Aufputz-Variante wird, wie der Name es bereits vermuten lässt, „auf den Putz“ aufgetragen; sie kommt also auf die Oberfläche.

Man kann einen Bewegungsmelder weiterhin über zwei Verfahren anschließen. Diese hängen von der Anzahl der Anschlüsse im Bewegungsmelder ab. Zum einen gibt es die Zwei-Draht-Technik, zum anderen die Drei-Draht-Technik. Um was genau handelt es sich dabei?

  • Bei der Zwei-Draht-Technik verfügt der Bewegungsmelder lediglich über zwei Anschlüsse. Diese Technik funktioniert ohne Neutralleiter, da das bereits vorhandene Leuchtmittel genutzt wird, um den Strom fließen zu lassen. Daher sind auch die verfügbaren Anschlüsse lediglich für den Außenleiter und den Lampendraht (das heißt, der Anschluss für den geschalteten Außenleiter, der zur Lampe führt) gedacht.
  • Die Drei-Draht-Technik hat ihren Namen durch die drei Anschlüsse, die sie hat, erhalten. Das meint: den Außenleiter, den eigentliche Lampendraht und ein Neutralleiter, der in diesem Fall gebraucht wird. Letzterer ist verantwortlich für das Funktionieren der internen Elektrik. Gedacht ist ein Bewegungsschalter dieser Art für das normale Ein- und Ausschalten, aber nicht für Kreuz- oder Wechselschaltungen.

Wie geht man beim Anschluss eines Bewegungsmelders nun vor?

Man kann einen Bewegungsmelder über eine mehradrige Verbindung legen – oder man legt eine direkte Zuleitung von Bewegungsmelder über Schaltdose zur Lampe. So oder so bleibt die Funktionsweise in beiden Varianten gleich.

Sollte man sich für die Installation über die mehradrige Verbindung entscheiden, ist es wichtig, sowohl die Drähte der Neutralleiter als auch die der Schutzleiter jeweils untereinander zu verdrahten. Eine Crimpzange kann dabei helfen. Wichtig: Bei der Bearbeitung immer mit entsprechenden Sicherheitsklemmen absichern und darauf achten, dass die Drähte fest sitzen! Die Drähte werden danach auf den Boden der Schaltdose gepresst.

Danach erfolgt der Anschluss der Außenleiter bzw. des Neutralleiters vom Bewegungsmelder. Sollte der Bewegungsmelder über weitere Schutzleiter verfügen, werden auch diese entsprechend verdrahtet und angeschlossen. Gegebenenfalls kannst Du alles mit Isolierband sichern.

Zum Schluss brauchst Du Dich nur noch um die Einstellung der einzelnen Funktionen zu kümmern. Darunter: Helligkeit, Distanz und Dauer. Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem, welche Bedürfnisse und Vorlieben Du besitzt.

In diesem Video wird Dir der Vorgang noch einmal visuell verdeutlicht:

Auf einen Blick

Bewegungsmelder gibt es in unterschiedlichen Formen und Varianten. Die gängigste ist der PIR-Bewegungsmelder.

Weiterhin existieren zwei Verfahren, über die Du Deinen Bewegungsmelder anschließen kannst: die Zwei- oder die Drei-Draht-Technik. Wie die Bezeichnungen vermuten lassen, müssen in den jeweiligen Verfahren jeweils zwei bzw. drei Drähte angeschlossen werden. Der Unterschied zwischen diesen Verfahren ist das Vorhandensein eines Neutralleiters, über den Bewegungsmeldern mit drei Anschlüssen verfügen.

Beachte bei der Installation, dass Du eine mehrarige Verbindung oder eine direkte Zuleitung über eine Schaltdose legen kannst. Verdrahte jeweils Schutzleiter sowie Neutralleiter untereinander. Sichere mit Sicherheitsklemmen. Schließe die Außenleiter an. Zum Schluss kannst Du Dich um die Einstellungen der Funktionen Deines Bewegungsmelders kümmern.

FAQ zu Bewegungsmelder anschließen

Kann man einen Bewegungsmelder falsch anschließen?

Das kann vorkommen, insbesondere bei älteren Häusern. Dort kann die farbliche Festlegung der Leiter nicht mit den heutigen Regelungen übereinstimmen.

Wie viele Adern braucht ein Bewegungsmelder?

Ein Bewegungsmelder hat zwei oder drei Anschlüsse, je nach Installationsverfahren (Zwei- oder Drei-Draht-Technik).

Was bedeutet 3-Draht-Technik?

Bei diesem Verfahren werden drei Drähte angeschlossen – zwei Außenleiter und ein Neutralleiter.

Quelle

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